Am 29. Oktober 2018 gaben IBM und Red Hat bekannt das IBM sich alle Aktien von Red Hat zum Preis von 190$ (Börsenkurs zur Ankündigung: 116$), also insgesamt 34 Milliarden Dollar, kauft und sich damit Red Hat einverleibt.

Red Hat ist die derzeit größte Linux Firma der Welt und betreut nicht nur Linux-Distributionen wie das namens gebende Red Hat sondern auch CentOS, Fedora und CoreOS. Oben drauf beschäftigt Red Hat eine sehr große Zahl an Linux Entwicklern welche maßgeblich an Projekten wie Wayland, Xorg, Gnome, flatpak, GTK, systemd und vielen weiteren wichtigen Bestandteilen von Linux arbeiten. IBM wird jedoch wahrscheinlich am Cloud Provider Geschäft mehr interessiert sein, da sie auch dort versuchen wieder mehr Fuß zu fassen zwischen Google, Amazon, Microsoft und Alibaba.

Damit ist dieser Einkauf einer der Größten in der IT-Industrie und wirft eine Menge Angst auf. Was wohl nicht von irgendwo kommt, eingekaufte Firmen von IBM sind intern oft bekannt als “Blue Washing”, bei dem bestehende Prozesse der eingekauften Firma durch IBM Lösungswege ausgetauscht werden, völlig egal ob sie für diesen Fall besser sind oder nicht, zumindest bleibt der CEO von Red Hat weiterhin als dieser Aktiv. Bleibt die große Angst ab wann IBM die Open-Source Arbeit der unzähligen Linux Entwickler als “unnötig” einstuft und eindampft, wie es leider schon häufiger nach dem Einkauf von IBM geschehen ist.

Im Moment kann leider niemand genau sagen was wie Linux, wie wir es kennen, sich durch diese Einverleibung verändert wird. Im besten Fall erkennt IBM wie wichtig die Arbeit von Red Hat und all ihren Mitarbeitern ist um ein gutes Linux System aufzubauen. Im schlimmsten Fall wird IBM rigerös den roten Stift ansetzen und jede “unnötige” Arbeit streichen die Red Hat bislang in Kauf genommen hat für das Wohl von Linux.

Ich für meinen Teil werde meine Bestrebungen wegen einem Wechsel von Ubuntu auf Fedora, erst mal auf Eis legen und warten wie die Sache auf lange Sicht ausgehen wird. In der Zeit finde ich vielleicht eine passendere Linux-Distribution. Aber erst mal müssen sich noch Aktionäre und Investoren von Red Hat darüber einigen.